Weiberns Angriff mangelt es an Struktur
2. Frauenhandball-Bundesliga: TuS unterliegt daheim dem Primus Bensheim
Frauenhandball-Zweitligist TuS Weibern hat gegen Tabellenführer HSG Bensheim/Auerbach eine schmerzhafte Niederlage hinnehmen müssen.
TuS Weibern - HSG Bensheim 26:29 (17:16)
WEIBERN. In der 2. Handball-Bundesliga der Frauen hat der TuS Weibern eine knappe Halbzeitführung nicht halten können und am Ende gegen den Tabellenführer HSG Bensheim/Auerbach eine 26:29 (17:16)-Niederlage erlitten. Damit schließt Weibern seine Serie von drei Spitzenspielen mit der schlechten Bilanz von 1:5 Punkten ab.
Gästetrainer "Lucky" Lazar hatte derweil gut lachen. Nicht nur, dass der Primus den TuS als Verfolger abgehängt hat. Auch der Ligadritte TV Nellingen (27:28 beim Fünften Bietigheim) und der Vierte HSG Bad Wildungen (24:30 in Riesa) haben gepatzt. Während Lazar sich also richtig freute, war Weiberns Trainer Jan Reuland die Laune gründlich verdorben. Im Kampf um die Aufstiegsrundenplätze ist die SG Bietigheim bis auf einen Punkt an Weibern herangerückt - und die eigene Niederlage war auch noch selbst verschuldet.
Weibern lebt derzeit zumindest im Angriff eher von der Individualität als vom Kollektiv. Oder wie Reuland es plakativ ausdrückte: "Statt Tore mit gewissen Abläufen herauszuspielen, ist das doch reines Harakiri im Angriff. Und das geht nur so lange gut, bis uns die Kraft ausgeht." So hatte seine Mannschaft vor - wohl wetterbedingt nur - 200 Zuschauern letztmals beim 19:18 in der 32. Spielminute geführt. Danach drehte Bensheim mit Leichtigkeit das Resultat vorentscheidend bis auf 24:19 zu seinen Gunsten.
Dass Weibern nicht mehr zurückkam, lag vor allem an der Offensive. Ania Jaszczuk etwa ließ vier Fehlversuche aus dem Rückraum folgen und vergab einen Siebenmeter. Die Abwehr um Jessica Oster wehrte sich zwar noch standhaft gegen die Niederlage, aber vergebens.
So gab"s für die Abwehr auch ein Lob von Reuland: "Ich bin sehr zufrieden mit allen, aber neben Ania Jaszczuk und Elke Knooren möchte ich mich besonders bei Simone Salz bedanken." Als bei Salz und Nadja Zimmermann der Akku leer war, ging"s auch mit dem TuS bergab. "Nadja wird immer stärker und war wieder überragend. Struktur haben wir aber deshalb immer noch keine in unseren Angriffsbemühungen", meinte Reuland. Und daraus will er Konsequenzen ziehen: "Statt im Training wegen der einzelnen Wehwehchen weiter den Schongang zu fahren, werde ich nun richtig anziehen und denen, die zuletzt hinten anstanden, mehr Einsatzzeiten geben." Harry Traubenkraut
TuS Weibern 26 ( 17 )
HSG Bensheim 29 ( 16 )
TuS Weibern: Herbst, Knooren; Zimmermann (11/5), S. Salz (4), Bosshart (3), Etheber (2), D. Salz (2), Oster (2), Frank (1), Schmitt (1), Jaszczuk, Kils.
HSG Bensheim/Auerbach: Tanaka, Diener; Hermenau (8/3), Lauenroth (6), Naidzinavicius (5), Bartaseviciene (4), Friton (3), Gahn (1), Marcantonio (1), Stumpf (1), Glauner, Hörr, Mößinger, Streb.
Schiedsrichter: Daniel Gräf/Dominik Risch (Merchweiler).
Zuschauer: 200.
Spielfilm: 4:3, 8:9, 11:11, 13:15, 17:16 - 19:18, 19:24, 23:25, 26:29.
Nächste Aufgabe für Weibern: am Samstag, 19.30 Uhr, bei der TSG Ketsch.
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Der Artikel ist ja ganz schön,nur solltest du auch die richtigen namen schreiben.Weil Elke war nur bei einem 7m drinnen, sonst hat Lisi gespielt und das ganz gut!!!