Wer gewinnt die erste DHB Runde ?
 
TuS - Express 07 / 2010 PDF Drucken E-Mail

HummelTuS Weibern verliert beim Aufsteiger

2. Frauenhandball-Bundesliga: Team von Trainer Jan Reuland lässt sich von der HSG Bad Wildungen den Schneid abkaufen

In der 2. Handball-Bundesliga der Frauen ist die Erfolgsserie des TuS Weibern mit der 20:26 (13:15)-Niederlage bei der HSG Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim gerissen. Nach 22:2-Punkten in Folge hat Weibern somit erstmals seit dem 19. September 2009 wieder ein Ligaspiel verloren.

HSG Bad Wildungen - TuS Weibern    26:20 (15:13)

 

BAD WILDUNGEN. Irgendwann geht jede Serie einmal zu Ende: In der 2. Frauenhandball-Bundesliga hat der TuS Weibern nach vier Monaten wieder ein Ligaspiel verloren. Die HSG Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim erwies sich beim 20:26 (13:15) als zu stark.

Weiberns Trainer Jan Reuland war bereits im Vorfeld der Begegnung pessimistisch. Und dieses Mal sollte der Zweckpessimist sogar Recht behalten, denn in der Bad Wildunger Ensehalle kassierte der TuS eine letztlich deutliche Sechs-Tore-Niederlage, durch die der Aufsteiger in der Tabelle auch noch an den Eifelerinnen vorbeizog.

Im Waldecker Land gab es für Weibern nichts zu holen - auch weil die eigene Mängelliste eindeutig zu lang war. Hauptübel aus Sicht des TuS waren dabei fehlende Cleverness und eine mangelhafte Chancenverwertung. "Wir sind gegenüber der HSG spielerisch nicht abgefallen, aber unser Gegner war in allen Belangen cleverer. Wir hätten 35 Tore werfen können. Aber vor allem als es darauf ankam, haben wir die klarsten Chancen vergeben", so Reuland.

"Als es darauf ankam" bezeichnet jene Phase, in der sich das Reuland-Team nochmals von 15:22 auf 19:22 herangearbeitet hatte. "Da hatten wir noch zehn Minuten, um das Blatt zu wenden. Insbesondere, weil wir in dieser Phase fast permanent in Überzahl agiert haben. Aber trotz einer guten Abwehr- und Torhüterleistung haben wir nichts aus unseren Möglichkeiten gemacht", so Reuland. Zehnmal vergaben Weiberns Angreiferinnen frei stehend gegen die gute HSG-Torhüterin Danja Lerch.

Die Eifelerinnen starteten trotz veränderter Aufstellung ordentlich in die Partie. Reuland begann mit Jennifer Schmitt auf der Spielmacherposition und Marina Kils am Kreis. "Beide haben das gut gelöst. Erst als wir angefangen haben zu wechseln, ist Bad Wildungen etwas davon gezogen - wobei ich das nicht an den Wechseln festmachen will", stellte der TuS-Trainer fest. Weibern hatte stattdessen Probleme mit der doch körperbetonten Deckung der HSG. Vor allem die clevere Christina Mihai bekam Weibern nie in den Griff. Reuland meinte dazu gewohnt bissig: "Hinten hat sie ordentlich ausgeteilt und vorn dann den sterbenden Schwan gespielt. Da war sie deutlich abgezockter. Mein Team hat sich den Schneid abkaufen lassen."

So provozierte Mihai gegen Weiberns Abwehrchefin Jessica Oster drei Zeitstrafen, sodass Oster bereits nach 40 Minuten aus dem Spiel war. "Für meinen Geschmack sind die Unparteiischen da zu sehr auf Mihais Schauspielkünste hereingefallen." Die Schuld an der Niederlage wollte Reuland dem Gespann aus Idar-Oberstein damit allerdings nicht zuschieben: "Erstens müssen wir uns einfach cleverer anstellen, und zweitens sind die Schiedsrichter in der Schlussphase auf unsere Seite gekippt."

Die permanente Überzahl aber nutze Weibern kaum aus - auch weil Simone Salz und Nadja Zimmermann nicht fit ins Spiel gingen. "Es war klar, dass es sich irgendwann auch ergebnistechnisch auswirkt, wenn die Physis nicht stimmt. Derzeit gehen einige auf dem Zahnfleisch", so Reulands Fazit.    (htr)

 

HSG Bad Wildungen    26 ( 15 )

TuS Weibern    20 ( 13 )

HSG Bad Wildungen: Lerch, Keim; Mihai (10/4), Heusdens (6), Kleinmann (3), Duknauskaité (2), Kirmse (2), Meyfarth (1), Robben (1), Pollmer (1/1), Josefiak, Horn, Lorenz.

TuS Weibern: Herbst, Knooren; Bosshart (5), Zimmermann (5/4), Jaszczuk (4/1), Oster (2), S. Salz (2), Frank (1), Schmitt (1), Etheber, Kils, D. Salz.

Schiedsrichter: Markus Barwig/Thorsten Stilz (Idar-Oberstein).

Zuschauer: 700.

Besonderes Vorkommnis: Rote Karte gegen Weiberns Jessica Oster nach der dritten Zeitstrafe (40.).

Spielfilm: 3:0, 4:2, 8:6, 9:9, 13:10, 15:13 - 16:14, 19:14, 22:15, 22:19, 24:19, 26:20.

Nächste Aufgabe für Weibern: am Samstag um 19.30 Uhr gegen die HSG Bensheim-Auerbach.

 

 

Kommentar hinzufügen

Ihr Name:
Titel:
Kommentar: