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TuS - Express 18 / 2010 PDF Drucken E-Mail

HummelDer Spielfreude folgt das Flattern

2. Frauenhandball-Bundesliga: TuS Weibern kassiert Heimniederlage gegen den TuS Metzingen - 21:16-Führung reicht nicht

Der TuS Weibern hat sich in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen eine Heimniederlage gegen den TuS Metzingen eingehandelt. In der Tabelle hat die Pleite aber keine schlimmen Auswirkungen.

TuS Weibern - TuS Metzingen     26:29 (16:14)

 

WEIBERN. In der 2. Handball-Bundesliga der Frauen hat der Tabellendritte TuS Weibern sein Heimspiel gegen den TuS Metzingen mit 26:29 (16:14) verloren. Während der TuS Metzingen seinen Auswärtscoup feierte, als sei der Tabellensiebte soeben in die Aufstiegsrunde eingezogen, schlichen die Spielerinnen des eigentlichen Aufstiegsrundenaspiranten Weibern wie begossene Pudel vom Spielfeld. Kurz nach Spielende konnten sie noch nicht ahnen, dass sich an ihrer guten Ausgangsposition dank der klaren 27:38-Niederlage des Fünften HSG Bad Wildungen beim TV Mainzlar nichts geändert hat.

Weiberns Trainer Jan Reuland aber hätte vermutlich selbst diese Nachricht kaum beruhigen können, denn er war richtig geladen. Bei der Ursachenforschung für die Niederlage wetterte er: "Ich weiß genau, wann meine Mannschaft ein Spiel vergeigt, da bin gegenüber unserer Spielweise immer kritisch. Aber die Niederlage heute geht das ganz klar auf das Konto der beiden Schiedsrichter. Die haben uns regelrecht verpfiffen." Dennoch hatte es sich der TuS auch selbst zuzuschreiben, dass er am Ende mit leeren Händen dastand. Die Schwierigkeiten der Anfangsphase, in der sich Weibern insbesondere benachteiligt fühlen konnte, hatten die Gastgeberinnen nämlich trotz aller Widrigkeiten überwunden. Bis zur Pause hatten sie den Spieß umgedreht und nach einem 12:14 mit 16:14 geführt. Reuland hatte erfolgreich an zwei Stellschrauben gedreht. In der Mittelachse ersetzte er Esther Mohr als Spielmacherin durch Naja Zimmermann und Marina Kils am Kreis durch Inga Etheber. Maßnahmen, die das Angriffsspiel deutlich belebten. Zimmermann überzeugte zunächst nicht nur als sichere Siebenmeterwerferin, sondern auch mit dem einen oder anderen erfolgreichen Gewaltwurf aus dem Rückraum. Etheber wurde zum ständigen Unruheherd für die Metzinger Defensive, holte mehrere Siebenmeter heraus und traf auch selbst.

So befand sich Weibern nach einem unwiderstehlichen Zwischenspurt, bei dem erstmals seit langer Zeit wieder richtige Spielfreude erkennbar war, beim 21:16 klar auf Erfolgskurs. Dann aber kam das große Flattern.

Statt weiter erfolgreich über den Kreis zu spielen, versuchten es die Rückraumspielerinnen auf eigene Faust. Die Außenspielerinnen versagten frei stehend vollends, und Weibern verhalf Metzingen durch eigene Fehler ins Spiel zurück. Beim 21:21 war der Gast wieder mittendrin, und auch Reuland muss sich fragen lassen, warum er erst seine Auszeit nahm, als die Gäste mit 26:24 führten.

Im offenen Schlagabtausch jedenfalls gelang Weibern dann nicht mehr die Wende, was nun zu gleichen Teil an den Fehlern der Spielerinnen und denen der Schiedsrichter lag.    Harry Traubenkraut

 

TuS Weibern 26 ( 16 )


TuS Metzingen 29 ( 14 )


TuS Weibern: Herbst, Knooren; Jaszczuk (7), Zimmermann (7/4), Etheber (4), Bossart (2), Frank (2), S. Salz (2), Kils (1), Schmitt (1), Mohr, Oster, D. Salz, Schenk.

 

TuS Metzingen: Mann-Kundt, Frey; Rott (7/4), Schmid (6), Stefani (5), Kubasta (4), Savanyu (3), Schmidt (2), Duschner (1), Wilhelm (1), Stonawski.

 

Schiedsrichter: Hartmut Gentes/Martin Franz (Kirkel/Kleinblittersdorf).

 

Zuschauer: 250.

 

Besondere Vorkommnisse: Zwei-Minuten-Zeitstrafe gegen Weiberns Trainer Jan Reuland (38.) wegen Reklamierens. Disqualifikation gegen Weiberns Spielerin Eva Frank (60.) wegen übertriebener Härte.

 

Spielfilm: 0:2, 2:2, 5:6, 6:10, 9:10, 12:14, 16:14 - 16:15, 20:15, 21:21, 24:22, 24:26, 26:29.

 

Nächste Aufgabe für Weibern: Am Samstag, 19.30 Uhr, zu Hause gegen den TV Mainzlar.

 

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