Damenteam des TuS Weibern in finanziellen Nöten
Sportlich liegt man in der laufenden Saison voll im Rennen um den Aufstieg in die 1. Handballbundesliga, aber der Fortbestand des Leistungshandballs in Weibern hängt am seidenen Faden. Der Vorsitzende des Wirtschaftsrats Manfred Sattler mahnt zur Eile.
„Am 31.03.10 muss der Verein die Unterlagen beim HBVF für die kommende Saison 2010/11 eingereicht haben um die Spielberechtigung zu erhalten. Dazu gehören eine Bürgschaft über 20.000 EUR im Fall der 2. Bundesliga und 40.000 EUR für den Fall des Aufstiegs. Außerdem ist noch eine Garantie für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit für die kommende Spielzeit zu erbringen.“
In Zeiten der wirtschaftlichen Krise ein sehr schwieriges Unterfangen. Beim Etat des Eifelclubs fehlen bereits in dieser Saison erhebliche Beträge wegen ausfallender oder nicht vollständig gezahlter Sponsorengelder. Kompensiert werden müssen diese fehlenden Gelder über Einsparmaßnahmen oder höheren Einsatz der verbliebenen Sponsoren, da der Verein sich außer Stande sieht, hier finanziell zu unterstützen.
Der Vorsitzende Michael Dahm: “Wir sehen mit dem Gesamtverein, nach halbwegs überstandenen, allerdings auch noch ausstehenden Nachzahlungen an das Finanzamt und die Sozialkassen, gerade erst wieder ein ganz klein wenig Licht am Ende des Tunnels. Es ist für den Vorstand gegenüber den getreuen Mitgliedern und auch den übrigen Mannschaften nicht darstellbar hier erneut in die Schuldenfalle zu laufen. Natürlich werden wir im Rahmen unserer Möglichkeiten die Damenmannschaft und die Verantwortlichen im Wirtschaftsrat voll unterstützen.“
Um aber um dennoch dem Spitzenhandball im nördlichen Rheinland/Pfalz eine Zukunft zu geben, nehmen sich die Spielerinnen den TV Metzingen als Vorbild. Der Ligakonkurrent aus der Gegend von Stuttgart musste vor Beginn der Saison durch Wegfallen eines Großsponsors, innerhalb kürzester Zeit einen hohen fünfstelligen Betrag auftreiben um die Saison überhaupt starten zu können. Torfrau Lisi Herbst: “Der TuS Metzingen ist in dieser Sache unser Vorbild. Dort haben Verein und die Region zusammen für den Erhalt gekämpft und am Schluss konnte der Verein in die Saison starten.“ Herbst und ihre Kolleginnen wollen dafür kämpfen, damit es auch in Weibern mit dem Bundesligahandball weiter geht.
Dazu noch mal Manfred Sattler: “Wir haben gemeinsam mit den Spielerinnen Konzepte ausgearbeitet. Wir können jede Unterstützung, besonders aus der regionalen Wirtschaft gebrauchen. Jeder Euro hilft uns, sei es aus Trikot-, Banden- oder Hallenheftwerbung. Wir denken auch an Spielerinnen-Patenschaften, gezielten Events bei Heimspielen, sowie marketingtechnische Präsenz der Spielerinnen bei Sponsorenveranstaltungen. Wir werden das Ganze auch auf der Internetseite des Vereins veröffentlichen. Dort sind auch die Ansprechpartner zu finden. Wir hoffen, dass uns alle Handballfans der Region in unserem Vorhaben unterstützen werden, da der Leistungshandball auch eine Vorbildfunktion für unsere Kinder- und Jugendabteilungen der Handballvereine der Region hat.“
(mül) |